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Sekundarschule Seuzach – Dägerlen • Dinhard • Hettlingen • Seuzach

Lernlandschaften

Externe Evaluation zur Lernlandschaft Sek Seuzach

Unter der Leitung von Prof. Dr. Yves Karlen der Pädagogischen Hochschule FHNW wurde Anfang April die Forschungs- und Evaluationsstudie zum «Lernen und Arbeiten an der Sekundarschule Seuzach» durchgeführt. Das Ziel der Untersuchung bestand darin, eine umfassende Bestandsaufnahme der im Schuljahr 2017/18 eingeführten Lernlandschaft (LeLa) vorzunehmen und zu überprüfen, inwiefern bei den Schülerinnen und Schülern (SuS), den Lehrpersonen (LP) und den Eltern/Erziehungsberechtigten (Eltern) Unterschiede und Gemeinsamkeiten zum Lernen und Arbeiten im Regelunterricht (RU) bestehen.

Ergebnisse von Schülerinnen und Schülern
Insgesamt beurteilen die LeLa-Schüler/-innen verschiedene motivationale und emotionale Aspekte des Lernens positiv. Die Werte für das selbstorientierte Lernen fallen relativ hoch aus und die Werte für die wahrgenommene schulische Belastung relativ tief aus. Die Langweile im Unterricht wird als eher gering und die Freude am Unterricht in der LeLa als eher hoch wahrgenommen. Zwischen der ersten (RU) und der zweiten Klassenstufe (LeLa) sind diesbezüglich keine Unterschiede vorhanden, was als positiv zu werten ist, da in der Regel mit zunehmenden Schuljahren mit einem Abfall in den motivational-emotionalen Merkmalen zu rechnen ist. Innerhalb des Niveaus A zeigen sich im Stufenvergleich zudem durchgängig positivere Angaben der LeLa-Schüler/-innen im Vergleich zu den RU- Schüler/-innen.

Auch in den überfachlichen Kompetenzen (Selbstmotivierung, Konzentrationsfähigkeit) schätzen sich die LeLa-Schüler/-innen als relativ positiv ein. Ihre Kompetenzen diesbezüglich nehmen sie insbesondere im Vergleich zu den SuS in der dritten Klassenstufe als höher wahr. Jedoch zeigen sich Unterschiede zwischen den Niveaustufen innerhalb der LeLa. Die SuS im Niveau B/C schätzen ihre Kompetenzen diesbezüglich eher tiefer ein als die SuS im Niveau A. Hinsichtlich des Wissens über das selbstorganisierte Lernen lassen sich hingegen keine Differenzen zwischen den Klassenstufen identifizieren.

Die Rahmenbedingungen werden in der LeLa gesamthaft sehr positiv beurteilt. So werden im Vergleich zu den RU- Schüler/-innen geringfügigere Unterrichtstörungen, eine deutlich stärkere Berücksichtigung individueller Lernvoraussetzungen sowie eine höhere Kompetenz- und Autonomieunterstützung berichtet.

Gesamthaft ist festzuhalten, dass die Werte für die Mehrheit der LeLa-Schüler/-innen positiv ausfallen. Dies zeigt sich auch daran, dass sich die LeLa-Schüler/-innen in ihren LeLa-Klassen wohlfühlen und eine gute Beziehung zu ihren LP berichten.

Ergebnisse der Lehrpersonen 
Gesamthaft waren zwischen den LeLa-LP und den RU-LP kaum Unterschiede feststellbar. So wurden beispielsweise belastende Berufsmerkmale (z. B. Arbeitsaufwand, Arbeitsbelastung, Unterrichtsstörungen) über die Lehr-Lernformen vergleichbar eingeschätzt. Zum Betriebsklima waren keine Unterschiede zwischen den LP in den unterschiedlichen Lehr-Lernformen feststellbar. Insgesamt erweist sich die Zufriedenheit der LP in beiden Lehr-Lernformen als hoch.

Ergebnisse der Eltern
Die Eltern gaben an, dass sich ihre Kinder an der Schule wohlfühlen. Zudem sind sie der Meinung, dass ihre Kinder gut auf die Zukunft vorbereitet werden, die Menge der Hausaufgaben angemessen ist, ihre Kinder individuell unterstützt werden und der Leistungsdruck eher gering ausfällt. Diese Merkmale werden von den Eltern mit Kindern in der LeLa insgesamt noch positiver beurteilt als durch die Eltern mit Kindern im RU. Die Eltern beurteilen die LeLa mehrheitlich positiv. Gesamthaft sind die Eltern mit der Sekundarschule Seuzach sehr zufrieden. 

Gesamteinschätzung durch das Evaluationsteam
Schon nach der kurzen Projektlaufzeit lassen sich erste positive Auswirkungen in verschiedenen Lern- und Arbeitsbereichen identifizieren. Als besonders bemerkenswert ist die deutliche Zufriedenheit der LeLa-SuS mit der LeLa und den gemischten Gruppen hervorzuheben.
Die Ergebnisse zeigen jedoch auch auf, dass LeLa-SuS im Niveau A mit den entsprechenden Rahmenbedingungen (noch) etwas besser zurechtkommen als die LeLa-SuS im Niveau B/C. Die Werte der LeLa-SuS im Niveau B/C fallen in der Regel trotzdem positiv aus und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Werten der RU-SuS im Niveau B/C. Verstärkte Unterstützung von SuS im Niveau B/C durch Lernprozessberatung/-coaching oder das Abwägen von Möglichkeiten für eine stärkere Binnendifferenzierung könnten da entgegen wirken.

Abschliessend ist festzuhalten, dass sowohl die Schüler/-innen, die Lehrpersonen als auch die Eltern unabhängig von der Lehr- und Lernform mit der Sekundarschule Seuzach zufrieden sind und ihr somit ein gutes Zeugnis ausstellen.


Zwischenbericht Lernlandschaften

Die überwiegende Mehrheit der Eltern beurteilt unser Projekt sehr positiv. Sehr viele der befragten Eltern melden zurück, dass ihre Kinder gerne oder sehr gerne in der Lernlandschaft arbeiten, und geben an, dass sie froh sind, dass ihr Kind eine Klasse mit Lernlandschaftssystem besuchen kann.

Nach einem Jahr Pilotprojekt Lernlandschaften erhielt die Sekundaschule Seuzach durch eine intern durchgeführte Umfrage bei Eltern, Schülerinnen und Schülern und den Lehrpersonen mehrheitlich positive Rückmeldungen.

Neben den Beurteilungen der Fragen mit der Notenskala von 1 – 4 sind auch viele persönliche Rückmeldungen eingegangen, die uns helfen, das Pilotprojekt weiterzuentwickeln. Es freut uns sehr, dass die überwiegende Mehrheit der Eltern unser Projekt sehr positiv beurteilt. Nicht weniger als 91% der Befragten melden zurück, dass ihre Kinder gerne oder sehr gerne in der Lernlandschaft arbeiten, und 82% geben an, dass sie froh oder sehr froh sind, dass ihr Kind eine Klasse mit Lernlandschaftssystem besuchen kann.

Selbstverständlich zeigt uns die Umfrage aber auch noch Verbesserungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Insbesondere bei der Anpassung der Wochenpläne an die individuellen Bedürfnisse der Jugendlichen besteht Handlungsbedarf. Auf Grund der zum Teil sehr ausführlichen und kompetenten Rückmeldungen haben wir bei der Gestaltung des Wochenplans einige Anpassungen vorgenommen. Neu enthält der Wochenplan in Mathematik neben den Aufträgen, die von allen Schülerinnen und Schülern bearbeitet und beherrscht werden müssen, noch Aufträge in der Rubrik M-Basic. Schülerinnen und Schüler, die sich im Stoff noch zu wenig sicher fühlen, erhalten hier weiteres Übungsmaterial. Unter der Rubrik M+ stellen wir Jugendlichen, die den Lernstoff bereits beherrschen, Aufgaben mit erweiterten Ansprüchen zur Verfügung. In den Fächern Deutsch, Englisch und Französisch verzichten wir auf ein weiteres Übungsangebot im Bereich Basic, im Plus-Bereich werden aber auch in diesen Fächern schwierigere Aufgaben und Aufträge angeboten.

Auch die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler nehmen wir sehr ernst.

So wünschten viele Jugendliche bessere Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen in der Lernlandschaft. Die räumlichen Möglichkeiten in den Bürocontainern sind sehr begrenzt, trotzdem versuchen wir mit stundenplantechnischen und organisatorischen Massnahmen die Zusammenarbeit unter den Jugendlichen zu fördern.

Das zweite Jahr im Pilotprojekt Lernlandschaften ist wieder gut gestartet und wir freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Pilotteam und Ursula Schönbächler, Schulleitung


Zwischenevaluation Lernlandschaften 2018

a) Elternumfrage

b) Schülerumfrage

Weitere Informationen finden sie auch in einer von der Sekundarschule im Rahmen eines Informationsabends gezeigten Power Point Präsentation oder im Zeitungsartikel vom 29. August 2018.